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Autor: admin

Under the …

Wir liegen unter dem Apfelbaum

und Grashalme bewegen sich um uns herum

im Wind.

Ich blinzele und im grün-wogenden Meer

über mir

raschelt Licht und Schatten.

Grashalme um uns herum sind wie eine

dichte Decke, in die wir eingesunken sind

vom langen blinzelnden Nichtstun.

Fahrzeuge brummen in der Ferne vorbei,

die Luft ist schwer vom zirpen der Insekten,

und ab und an knarzt der Baum, wenn der Wind ihn wiegt.

Durchscheinendes Löwenzahn-Smaragdgrün

wechselt sich mit dunklem Opal der Gräser im Schatten ab;

mir läuft eine Ameise über den Arm

geschäftig, ängstlich und nervös, denn ich bin neu hier.

Ich spüre

einen Flecken Sonne auf meiner rechten Wade

-der alte Baum gestattet es, dass sie mich dort bestrahlt-

im Mund habe ich noch den Geschmack von Erdbeeren

und ab und an riecht es nach Pferd

-von der Weide gegenüber-.

Ich sinne sehr intensiv und lange darüber nach,

ob ich mich bewegen soll,

und -wenn ja- wie.

Es ist Sommer.

Liebe und Freiheit

Mitunter ist es so: Begriffe, über die ich immer und immer wieder denke, erhalten neue Perspektiven.

Beide sind eine Seins-Qualität; durch nichts beeinflussbar, undeterminiert und weder subjekt, noch objektbezogen.

Beide sind nicht einschränkbar, nicht zu steigern und bedürfen keiner Mitwirkung – sie sind Basis eines interdependenten Seins und nicht Resultat der Interdependenz.

Weil beide Qualitäten sind, sind sie auch zueinander nicht abgrenzbar; sie haben jedoch eine gemeinsame „Wurzel“ und diese ist „vedanta“ – jenseits des Wissens, der Worte und der deskriptiv formulierten Erkenntnis.

Lieber Iona,

Es ist jetzt fast zehn Jahre her…

Du warst auf dem Fahrrad, auf dem Weg von der Arbeit nach Hause.

Der andere hat Dich einfach nicht gesehen; Du hattest die Sonne im Rücken. Ich habe lange neben Dir gesessen, im Kühlraum. Noch immer denke ich oft an Dich.

Heute hättest Du Geburtstag.

Ich würde Dir so gerne gratulieren.

Du fehlst. So sehr.

Dein

                     Christian

Belastbarkeit

Belastbarkeit ist heutzutage wichtig.

Fast noch wichtiger als Flexibilität.

Betrachten wir die Anforderung der Belastbarkeit aus dem Berufsalltag jedoch, so stellen wir schnell fest:

Zunächst bedeutet hier „Belastbarkeit“, dass ein Mensch eine Last, die ein anderer bei sich hat, zu tragen hat. Es handelt sich also eigentlich im Arbeitsleben nicht um die Betrachtung einer originären Entstehung (von Belastung) sondern um deren Handhabe.  

Über 90% der Belastungen sind generiert (bedeutet: stehen nicht im kausalen / Primär-Zusammenhang mit dem Ursprungs-Problem). Merkwürdigerweise ist irgendwann eine Ebene erreicht, wo Sekundär-Probleme so akkumuliert sind, dass sie bereits wieder als Primär-Problem wahrgenommen werden.

Ein unabänderlicher Fakt? Vielleicht. Eine Antwort werde ich hier und jetzt nicht finden; aber: bemerkenswert ist es, immerhin.

Flexibilität

Dies bedeutet „Verformbarkeit“. Damit ist einerseits gesagt, dass das verformende Element um die statische Form (des Mitarbeiters) weiss, diesen Zustand jedoch nicht als nutzbringend empfindet. Umgekehrt ist eine lebende Materie nur aus einem einzigen Grund flexibel: um eine Verletzung zu vermeiden.

Immerhin: bemerkenswert, auch dies.

Fliessende Bewegungen

In wie vielen Yoga Stunden habe ich das schon gehört: mache fliessende Bewegungen, wie Wasser.

Am Wochenende stand ich vor dem Rheinfall bei Schaffhausen (CH). Die auf den Grund prallenden Wassermassen lassen den Boden beben; das Tosen ist bis in den Bauch hinein spürbar. So rasend ist das Wasser, dass der Blick sich verliert.

So urgewaltig kann es sein, wenn Wasser fliesst.

Tonglen

Was hat er denn nun wieder?
Immer diese seltsamen Überschriften!
Also: was habe ich?
Tonglen ist eine Meditationspraxis, eine Art der inneren Erziehung, also.
Zur Technik (sehr sehr grob gesagt): Man „atmet“ Schlechtes ein, behält es aber nicht bei sich, sondern transformiert es – und atmet „Gutes“ aus.
Näheres dazu findet sich -zB- auf wikipedia.
Wozu soll das gut sein?
Vor allem ist Tonglen eine Haltung, eine Übung, um mit sich selbst und anderen in Kontakt zu kommen.
Was ich so revolutionär finde:

Wir laufen für gewöhnlich vor allem Schelechten weg; wir wollen uns selbst mit unserer Schwäche nicht sehen.
Tonglen revolutioniert das:
Wir schauen und fühlen genau hin, wir laufen nicht weg.
Ein uralter Weg – aber für mich sehr neu, sehr interessant. Und ich hoffe: sehr effektiv…

Beziehungen

Es steckt schon im Wort: Beziehungen ziehen (zuppeln) an einem. Mal zieht es auf den guten, frohen Weg; mal abseits. Tragisch wird es, wenn die Kraft der Be-Ziehung den Menschen in den Orkus schiesst.
Was tun?
Beziehungen hat ein Mensch mit sich selbst: wie stehe ich zu mir?
Beziehungen hat ein Mensch mit Anderen.
Ohne Beziehungen wäre ein Mensch nicht sozial eingebunden, asozial also. Das ist widernatürlich, schlimm, krankhaft.
„Ohne“ geht es also nicht.
„Mit“ bedeutet: Widerstand erfahren, und damit stellt sich die Frage „Was damit tun“?
Vielerlei ist möglich: kämpfen und verletzen; wachsen; fordern/fördern; vernachlässigen; pflegen, gedeihen lassen – ein Spektrum, so bunt, so vielfältig und so breit gefächert, wie das Leben selbst.
Alles davon hat jeder von uns (wohl) schon erlebt.

Mögen wir also alle auf einen guten Weg gezogen / bezogen sein.